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Unsere Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr:
Die Kutschpferde von Herrenchiemsee

 

Bild: Kutschpferde

 

Die Kutschfahrten auf der Herreninsel sind ein Vergnügen für die ganze Familie. Knapp 30 Pferde stehen im Dienst der Schlösserverwaltung. Sie bringen die Besucher von der Schiffsanlegestelle zum Königsschloss. Pferdekutschen sind das einzige Transportmittel für Besucher auf der Insel; der Fußweg zum Neuen Schloss dauert etwa 20 Minuten.

Bereits als Fohlen kommen die Süddeutschen Kaltblüter auf die Herreninsel. Sie werden dort liebevoll aufgezogen und an ihre spätere Aufgabe herangeführt. Als 3-Jährige lernen sie zunächst an der Doppellonge die Gangarten Schritt und Trab und werden langsam an die Geräusche von Mensch und Kutsche gewöhnt. Bis sie bereit sind für ihren ersten Einsatz gibt es ein Training von circa 6 bis 8 Wochen an der Kutsche selbst. Jeden zweiten Tag werden die Tiere vor den Wagen gespannt, damit sie ruhig und erfahren genug werden für den späteren Kutschbetrieb.

Von Ostern bis Ende Oktober sind sie dann im Einsatz. Jeweils zwei Pferde ziehen einen Wagen und legen so an einem Arbeitstag eine Strecke von circa 30 bis 35 Kilometern zurück. Süddeutsche Kaltblüter sind sehr umgänglich und ausgeglichen. Sie haben ein Stockmaß zwischen 160 und 164 Zentimeter und können bis zu 800 Kilo schwer werden. Die leistungsfähigen und ausdauernden Tiere bewältigen ihre Arbeit spielend.

Im November endet zwar der offizielle Kutschbetrieb auf der Herreninsel, die Pferde werden aber dennoch nicht arbeitslos: In dieser Zeit lernen neue, noch unerfahrene Kutscher den Umgang mit Tier und Wagen. Ferien gibt’s für die Pferde von Dezember bis Februar. Sie können den ganzen Tag auf den Koppeln der Insel ausspannen und die Freizeit genießen. Ab März werden die Kaltblüter langsam wieder an ihre Arbeit gewöhnt, um dann um Ostern herum wieder voll einsatzfähig zu sein.

 

Bild: Die Kutschpferde auf der Koppel

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